WARUM FECHTEN?
 












Balmung Fechter und Cartoonist
Manfred Schweighart

Fechten macht tüchtig.
Japans Manager fechten, damit sie überlegen werden. Was die Japaner können, das können wir auch.
Fechten macht mutig.
Beim Fechten lernt man, auch in kritischen Situationen beide Augen offenzuhalten.
Fechten macht geschickt.
Beim Fechten lernt man, wie man sich ohne unnötige Anstrengung bewegt und wie man sich "mit der feinen Klinge" verteidigt.


Glückwunsch zum Entschluß, die Fechtkunst zu erlernen. Man erlebt zwar erst im Laufe des Kurses, wie gut die Entscheidung für die Fechtkunst war, aber manches zeigt sich schon in der ersten Lektion.

Freude am Fechten
Hauptgrund für das Fechten ist sicherlich, daß es Spaß macht. Nichts kann den Augenblick äußerster Konzentration ersetzen, den der deutsche Fechter Michael Klett im Buch "Faszination Fechten“ so schildert:

"Man ist nicht mehr in sich selbst, alles ist leicht und schwebend, jede Bewegung ist graziös und genau zugleich. Mit der Langsamkeit eines kreisenden Bussards wächst die Klinge des Gegners auf mich zu, pariert, fintiert und läßt mir Zeit, die meine dagegenzusetzen, bis sich die schwache Stelle auftut und ich treffe."

Ähnlich berichten andere Sportler, oft Skeptiker, die das Fechten erst spät entdeckten. Ein Beispiel ist der amerikanische Sport-Journalist Doug Werner, der nach Sportarten mit Zukunft sucht. In seiner Buchserie steht das Fechten neben den Sportarten Surfen, Snowboard, Bowling, Segeln und In-Line-Skating, obwohl er selbst gesteht, daß ihm Fechten von Anfang an ziemlich fremd war. Sein begeistertes Urteil setzte er in seinem Buch in Fettdruck:

"Ich habe nie mit einer Sportart zu tun gehabt, die in Wirklichkeit so völlig anders war als ihr populäres Image."
Finden durch Fechten

Die Beschreibung der gelungenen Fechtaktion durch den Fechter Klett führt uns zu einer weiteren Eigenheit der Fechtkunst:
Man lernt Eigenschaften an sich selbst kennen, die man im Alltag zwar gut gebrauchen kann, aber nie lernt.

Klett beschreibt zum Beispiel die Situation der Konzentration des Fechters, die man zum Beispiel in kritischen Situationen im Straßenverkehr genau so gut verwenden kann. Ein geübter Fechter kann ohne Schaden seine Augen bis zu zwei Minuten offen halten und dabei nicht einmal dann blinzeln, wenn die Klinge des Gegners direkt auf seine Maske zufährt. Im Alltag passieren viele Unfälle, weil die Opfer im entscheidenden Moment die Augen schließen.

Das ist nur ein einziges Beispiel für die Erweiterung der persönlichen Fähigkeit durch das Fechten. Nicht umsonst haben unsere Großeltern den Fechtunterricht als einen wichtigen Bestandteil der gehobenen Erziehung betrachtet.

Fechten als Workout
Nicht zuletzt ist das Fechten „Workout“, eine blendende Methode, selbstvergessen Herz und Lungen zu trainieren, ohne daß dabei die Langeweile des Fahrradergometers überwunden werden muß. Die Gegnerin, der Gegner, sorgt dafür, daß in keiner Sekunde dieselbe Situation herrscht wie eine Sekunde vorher, und der fechterische Ehrgeiz überwindet jenen "inneren Schweinehund", der uns bei anderen Sportarten an der Ausdauer hindert.

Das Workout des „Gesundheitsfechters“ steht hier bewußt an letzter Stelle, denn es spielt gegenüber dem Vergnügen und der Selbsterkenntnis eine untergeordnete Rolle. Schon im Jahre 1900 warnte Cav. Luigi Barbasetti, der Gründer der Akademie der Fechtkunst in Wien, davor, die Fechtkunst so zu betrachten,

"... als wäre sie einfach eine Art Turnübung oder ein Sport, der die Transpiration begünstigt und dadurch der Gesundheit förderlich ist."

Die Verantwortung des Fechtens
Beim Fechten steht man allein auf der Bahn einem Gegner oder einer Gegnerin gegenüber, die über gleiche Waffen und oft ein vergleichbares Training verfügen. Der Sieg, aber auch der menschliche Vorteil, den man aus dem Fechten zieht, und die Freude, die man dabei empfindet, hängen ausschließlich von einem selbst ab.

Es gibt kaum eine Sportart, in der man so allein verantwortlich für alles ist, was geschieht.

In diesem Sinne bitte ich, diese Verantwortung zu übernehmen und mit großem Spaß mitzumachen, die unvermeidlichen toten Punkte zu überwinden und immer weiterzumachen.

Der Lohn ist ein Sport, den man bis in das hohe Alter erfolgreich ausüben kann und wo viele Sportlerinnen und Sportler ihre größten Erfolge erst im fortgeschrittenen Alter erringen.

Diplom-Fechtmeister Dr. Herbert Laszlo
Wien

 

Warum Fechtklub Balmung?

+ Der Fechtklub Balmung verwirklicht den Kindertraum Musketier oder Pirat zu sein und sich mit dem Degen zu verteidigen.
+ Fechten ist mehr als nur ein Sport. Als Schach mit blanker Waffe begleitet es ein Leben lang. Zum Fechten ist niemand zu alt.
+ Wir geben jedem Mitglied eine faire Chance, sich zu entwickeln. Fechten, neben Ballett und Klavier, als klassisches Element der Erziehung.
+ Unsere Fechter haben es mit dentsprechendem Fleiß und entsprechendem Talent bis zu Weltmeisterschaften gebracht. Zweimal hat unser Klub auch schon Mitglieder von Olympiamannschaften gestellt.
+ Wir geben allen Mitgliedern die Möglichkeit, in unserer Mannschaft an ihrem Alter und Können entsprechenden Turnieren, erfolgreich teilzunehmen.

+ Balmung-Fechten macht Freude.


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