DIPLOM-FECHTMEISTER OTTO von LÁSZLÓ - Ein Leben für Österreichs Fechtkunst - 1898 bis 1968


Es geschah im April 1968: Wenige Minuten, bevor er das Haus verlassen wollte, um zum Fechtunterricht in das Theresianum zu gehen, erlitt Diplom-Fachtmeister Otto von Laszlo, geboren 4. Oktober 1898,

+ Präsident der Akademie der Fechtkunst in Wien, heute Akademie der Fechtkunst Österreichs,
+ Fechtmeister der Universitäts Turnanstalt,
+ Fechtmeister des Gymnasiums der Stiftung Theresianische Akademie ("Theresianum"),
+ Gründer des Fechtklub Balmung, der unter seiner Führung zweimal Teilnehmer an Olympischen Spielen stellte,
+ unentbehrlicher Organisator der Internationalen Meisterschaften von Wien,

einen Schlaganfall, an dem er am 29. April 1968 im 70. Lebensjahr verstarb.

Bis dahin hatte er rund ein halbes Jahrhundert lang Österreichs Fechtsport wesentlich mitgestaltet.

Die ältesten Fecht-Fotos, die Otto von Laszlo zeigen, sind datiert mit Herbst 1914. Sein Meister war Dir. Leopold Targler, 1917 bis 1920 Präsident der Akademie der Fechtkunst in Wien.

 



Fechtmeister Otto von Laszlo Anfang der Dreißigerjahre



1917, neunzehnjährig, an der Klinge seines Meisters

Seine eigene Unterrichtstätigkeit begann im Floridsdorfer Turnverein, wo er unter anderem die Begründerinnen späterer Fecht-Dynastien (Peck/Repa und Filz) an unsere Sportart heranführte. Seine Schülerinen Anna ("Nusy") Tragauer, später verheiratete Peck, Mutter der Damenflorett-Staatsmeisterin Waltraut ("Gucki") Peck, später verheiratete Repa, deren Sohn Andreas Repa noch heute dem Fechtsport treu ist. Und Hermine ("Ditti") Dittrich, später verheiratete Kastner, Mutter von Diplom-Fechtmeister Herwig Kastner, heute Schatzmeister der Akademie der Fechtkunst Österreichs.

Elfriede von Furtenbach in der Fechtdress der Dreißigerjahre. Als verheiratete Elfriede von Laszlo war sie lange über den Tod des Klubgründers Otto von Laszlo hinaus ein Kristallisationspunkt des Klublebens, das ihre Kinder und Enkel heute weiter führen. (siehe Foto rechts)

 
 

1930 gründete Laszlo den Fechtklub Balmung, um seinen Schülerinnen und Schülern den Start bei Turnieren des Österreichischen Fechtverbandes zu eröffnen. Bereits wenige Jahre später, bei den Olympischen Spielen 1936, focht eine seiner Schülerinnen, Fritzi Wenisch, später verheiratete
Fritzi Filz, in der österreichischen Olympiamannschaft. Auch sie wurde später Mutter eines erfolgreichen Fechters, des mehrfachen Florett-Staatsmeisters Roland Filz.

In den Sechzigerjahren wurde Laszlo zum Präsidenten der Akademie der Fechtkunst in Wien gewählt, der er unter seinem Vorgänger Diplom-Fechtmeister Karl Lochner lange Jahre als Generalsekretär gedient hatte. In dieser Funktion nahm er beim Kongress der internationalen Akademie der Fechtkunst A.A.I. 1966 in Rom teil.


1964 gibt FM László letzte Anweisungen an Thomas Fritsch
Quelle: leider unbekannt


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